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Der Hund als Diabetiker – wieviel sind betroffen?
Aufschluss gibt eine Studie von Riedel et al. (2008), der die erhobenen Daten aller vorgestellten Katzen und Hunde in den Jahren 1996 bis 2006 in der Tierärztlichen Hochschule Hannover auswertete.
Der humane Diabetes mellitus Typ II stellt eine Zivilisationserkrankung dar, an der derzeit ca. 10% der deutschen Bevölkerung leiden. Die Tendenz ist steigend. Besonders bei der Katze weist der Diabetes mellitus eine zunehmende Inzidenz auf (Anstieg von 0,55% auf 1,23%), beim Hund gab es keine Steigerung.
Sowohl bei Katzen als auch bei Hunden ließ sich der Diabetes mellitus bei kastrierten Tieren signifikant häufiger feststellen.
Kastrierte Hündinnen waren zu 0,79% und unkastrierte Hündinnen zu 0,48% diabetische Patienten.Insgesamt waren 0,56% der Hündinnen von Diabetes betroffen, dagegen nur 0,25% der Rüden.
Bei den Hunden waren Tiere der Gewichtsklasse bis zu 10kg unter den Diabetikern am häufigsten vertreten.Cairn Terrier und West Highland White Terrier stellten die am häufigsten betroffenen Rassen dar. Das geringste Vorkommen zeigten Teckel und Deutsche Schäferhunde.
Außerdem wurde ein erhöhtes Risiko mit fortschreitendem Alter festgestellt, wobei das höchste Risiko bei 11 bis 12 Jahren lag. (Der Praktische Tierarzt, Ausgabe 4, Seite 326)